Gesellschaftliches Engagement nach der Rückkehr

Ihr gesellschaftliches Engagement endet nicht nach dem Abschluss Ihres EH-Einsatzes. Die im Partnerland erworbenen Sichtweisen und Erkenntnisse in die Herkunftsgesellschaft weiterzugeben, ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Einsatzes. So können Sie auch nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland oder Europa Veränderungsprozesse in Gang setzen und andere motivieren, sich aktiv für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung einzusetzen.
 

Gemeinsam mit den sieben Entsendeorganisationen hat das BMZ im Jahr 2013 ein Leitbild entwickelt, das gesellschaftliches Engagement als zentralen Wert des Entwicklungsdienstes hervorhebt. Entwicklungshelfer/innen tragen dazu bei, „wechselseitig globale Lernprozesse in Deutschland und weltweit anzustoßen und zu gestalten“ und setzen sich nach ihrer Rückkehr für entwicklungspolitische Anliegen ein.
 

Die Ergebnisse einer im November 2013 in Auftrag gegebenen Befragung zum gesellschaftlichen Engagement ehemaliger Entwicklungshelfer/innen verdeutlichen, dass überdurchschnittlich viele EH ehrenamtlich tätig sind. Sie engagieren sich in Bereichen, die in direkter Verbindung mit der Entwicklungszusammenarbeit stehen bzw. agieren als Multiplikatoren für entwicklungspolitische Themen und den Entwicklungsdienst.
 

Die Gruppe 0B40 fördert das Engagement von zurückgekehrten Entwicklungshelfer/innen und übernimmt eine Brückenfunktion zu Engagement Global, insbesondere dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“. Aber auch andere Bereiche von Engagement Global bieten vielerlei Anknüpfungspunkte für ein gesellschaftliches Engagement.
 

Weitere Informationen und Anregungen sowie gute Beispiele für gesellschaftliches Engagement finden Sie in der passwortgeschützten Gruppe. Dort können Sie auch Initiativen bekannt machen, Mitstreiter/innen für eigene Projektideen suchen oder sich von anderen Aktiven bei Ihrem Vorhaben beraten lassen.


Beispiele für Engagement

Um die Vielfalt der Entwicklungshelfer/innen und ihres jeweiligen Engagements zu zeigen, möchten wir an dieser Stelle Porträts ehemaliger Entwicklungshelfer/innen vorstellen.  

Dabei sind wir sind auch auf Ihre Unterstützung angewiesen:

Wenn Sie über Ihr Engagement hier berichten möchten, dann wenden Sie sich bitte an rueckkehr-eh(at)giz.de.
 

Wir freuen uns über Ihre Beiträge!


Das Lebensprojekt: Bildungschancen in Benin verbessern

Gruppe vor einem Schulneubau
Klaus van Briel (2.v.l.) vor einem Schulneubau.

Bevor er 1998 als Entwicklungshelfer nach Benin ging, arbeitete Klaus van Briel als Journalist. Ein Filmprojekt über die Hilfsorganisation „Aktion pro Humanität“ brachte ihn 1994 nach Benin – damit begann seine Verbindung mit Land und Leuten, die die Basis seines Engagement bildet. mehr ...

Vom Entwicklungsprojekt zur niedersächsisch-tansanischen Projektpartnerschaft

Ralf Pohle

Ralf Pohle arbeitete von 1994 bis 1998 als Entwicklungshelfer des DED im Erosionsschutzvorhaben GTZ-SECAP in Tansania, einem der damals noch raren Kooperationsvorhaben beider Einrichtungen. Der Agraringenieur, Fachmann für Agrarvermarktung, beriet gemeinsam mit fünf tansanischen Kollegen kleinbäuerliche Betriebe in Lushoto in den Usambarabergen im Nordosten des Landes. mehr ...
 

„Nach jeder Sprechstunde gehe ich erfüllt nach Hause“

Das Team von MediNetz Bonn
Gabi Waibel (2. von rechts) und das Team von MediNetz Bonn.

Gabi Waibel war von 1999 bis 2004 Entwicklungshelferin in Ghana. Heute engagiert sie sich bei MediNetz Bonn. Der Verein bietet Flüchtlingen, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Deutschland leben, kostenlose medizinische Versorgung. mehr ...